Was es über mich zu erzählen gibt…

Geboren 1967 in Frankfurt am Main und aufgewachsen in den bunten, wundervollen 70ern, die Umgebung kreativ und entdeckungsfreudig. Man konnte Schlagzeug spielen, draußen Fussball spielen, Freunde suchen und finden, das Ganze ohne digitale Hilfsmittel und daher generell sehr viel entspannter, zumindest für uns Kids.

Die Teens in den 80ern nicht minder bunt, obwohl wir bald auch sehr viel Schwarz trugen, die Musik war flippig, technischer und zuweilen auch dunkler. Es gab Live-Aid und danach die USA zu entdecken.

Dann kam die Armee, dann der Umzug nach Berlin, Mauerfall und das Studium der Kommunikation inklusive Wiedervereinigung vor der Haustüre. Immer noch viel Musik, irgendwann aber eben auch Agentur, Geld verdienen und, unerwartet aber auch wunderschön, die Heirat. Nach einigen Jahren Stress im Erfolg das Abenteuer Umzug nach Malta.

Ein völlig anderes Leben, zugleich aber Europa aus dem internationalen Blickwinkel. Man lernt, was man braucht und was nicht, worauf es im internationalen Berufsleben ankommt und worauf nicht und warum Europa so wichtig ist, speziell heute in Zeiten der Divergenz. Womit wir beim Thema wären…

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Kriminalromane waren von jeher meine Leidenschaft, da ich bereits als 12jährige Leseratte von der Liebe meiner Mutter zu Kriminalgeschichten angesteckt wurde. In der Kriminalliteratur gibt es für mich einige Autoren, die ich für brillante Eigenschaften ihres Schaffens verehre. Da wären die buddhistische Ruhe und Philosophie eines Janwillem van de Wetering, die akribische Recherche, Struktur und lebensnahe Diktion eines Dick Francis, die historische Akuratesse eines Robert van Gullik, die politische Analytik eines John Le Carré, die therapeutische Tiefgründigkeit eines Henning Mankell, das Savoir Vivre eines Martin Walker, aber auch die krude Surrealität eines Arne Dahl.

Ich schreibe Krimis, die wie auch meine Musik von meinen Vorbildern inspiriert, aber absolut meine Schreibe sind. Sprache, gesellschaftspolitische Themen, Lebenskunst, Humor und tödlicher Ernst. Erlebt von Protagonisten, die vielleicht speziell sein mögen, aber keinen an der Klatsche haben und im Grunde (oder deshalb) so normal sind, wie du und ich.

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Ein Thema ganz ähnlich dem Sex. Essentiell und lebensnotwendig, leidenschaftlich, durch und durch emotional und doch sind auch Technik und Handwerk nicht ganz unwichtig. Mit fünf Jahren bekomme ich eine Trommel, weil zu viele Teller beim Spielen in der Küche draufgehen. Ich spiele zu Platten, natürlich Beatles und Stones, irgendwann aber auch Floyds, Genesis, Santana, später Police und Toto. Der Stil wird also immer progressiv sein, aber mit den Jahren durchfährt man eben Rock, Blues, Prog, Pop und hofft, irgendwann auch mal auf Leute zu treffen, die es so semi(professionell) ernst meinen wie man selbst. Solche Leute trifft man wunderbarerweise auf Malta.

Hier ist Kunst schaffen bzw. das Erlernen und Verfolgen eines kreativen Hobbys kein Makel auf dem Lebenslauf, sondern eine Tugend. Hier spiele ich auf dem Beer-Festival mit einer Funkband Cover, bis ich in einer absoluten Glücksphase und auf völlig abstrusem Wege meine musikalische Familie treffe. CitizenOne hat heute 20 Songs geschrieben, geht im Sommer ins Studio, danach auf die Bühne.

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Wenn Schreiben und Musik machen schon zeitaufwendige Hobbies sind und man nebenbei auch noch fit bleiben will, bleibt eigentlich nicht mehr viel Zeit. Andrerseits kann man auch für die schönen Dinge des Lebens etwas Energie aufwenden. Man kann es verfeinern und zelebrieren, wie man es mit einem guten Buch oder einem schönen Musikstück tun würde. Deshalb lerne ich in der Küche beständig hinzu, momentan sind Ramen und die Zubereitungstechniken der äußerst vielschichtigen Zutaten dran. Davor und danach alles, was schmeckt und gesund ist, kein Gegensatz, sondern eine reine Frage der (Würz-)Technik.

Urlaub haben meine Frau und ich seit 20 Jahren keinen gemacht. Vielleicht, weil wir auf einer Insel leben, die andere zum Urlauben besuchen. Oder weil wir ständig nach Deutschland fliegen, die Familie und Konzerte besuchen. Mit Sicherheit auch, weil wir ein bisschen blöd sind und einen solchen Urlaub einfach nicht planen (können oder wollen). Noch aber macht diese Form Spaß: In diesem Jahr sind Tears for Fears und Dead Can Dance (Berlin), Howard Jones (London), Kraftwerk (Rom) OMD (Hamburg) und Steve Hackett sowie Nick Mason (Malta) dran. Einmal 70er und zurück, quer durch Europa. Herrlich…

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